Vereinheitlichung des Markendesigns

  • Ich bin zufällig über einen lesenswerten Artikel gestolpert, der sich mit der Rückbesinnung auf ein einheitliches Markendesign befasst. Zitat "Die Idee, E-Modelle optisch radikal vom Verbrenner-Portfolio abzugrenzen, sollte einst Differenzierung schaffen – doch sie wurde zur Design-Falle." Wenigstens das hat man irgendwann gemerkt, und weiter "die Form folgt nun wieder der Marke, nicht dem Motor.".

  • Das passt perfekt zu dem Podcast, den ich derzeit anhöre.

    In dem Podcast "Motorikonen - die 100 besten Autos aller Zeiten" geht es um den W140.

    Dort wird der ehemalige Exterieur Design Chef Prof. Harald Leschke vorgestellt, der viele über die Anfangszeit und anschließend über den W140 berichtet.

    Er erzählt von einer vertikalen und horizontalen Designsprache.

    Dieser Ansatz gefällt mir sehr gut.

    Horizontal: Alle Modelle sollten sofort als Mercedes erkennbar sein.

    Vertikal: Die unterschiedlichen Modellreihen / Generationen sollen so gestaltet sein, dass der Kunde nicht vollkommen was neues bekommt, sondern man soll sehen, woher das neue Modell abstammt.

  • Ich bin zufällig über einen lesenswerten Artikel gestolpert, der sich mit der Rückbesinnung auf ein einheitliches Markendesign befasst. Zitat "Die Idee, E-Modelle optisch radikal vom Verbrenner-Portfolio abzugrenzen, sollte einst Differenzierung schaffen – doch sie wurde zur Design-Falle." Wenigstens das hat man irgendwann gemerkt, und weiter "die Form folgt nun wieder der Marke, nicht dem Motor.".

    Schön, dass GW inzwischen zu solchen Erkenntnissen wie "Das Schlimmste an neuen Designtrends ist, keine Identität zu haben." gekommen ist. Hätte er diese Klarheit mal vor ein Paar Jahren schon gehabt.

    "Der CLA und GLC werden designseitig vereinheitlicht" :thinking_face:

  • Die Episode mit Harald Leschke habe ich auch gehört, sehr empfehlenswert - wie im Übrigen auch die anderen Episoden :thumbs_up:

    Ich finde solche Formate generell ganz toll, da gibt es ja nun einige (z.B. auch Alte Schule von Karsten Arndt) :smiling_face:

  • Interessanter Artikel. GWs Aussagen hat er in ähnlicher Form auch der Autocar gegenüber getätigt.

    Wir werden sehen wie sich der neue Claim "Respekt, Digga!" in Form setzen läss :smiling_face_with_sunglasses:

    Grüße

    Pano

  • Interessant wie GW so rüberkommt (rüberkommen möchte) als dass er mit dem EQS "Design" gar nichts am Hut gehabt hätte - 2018 klang das ganze noch so:

    Wagener: Weil wir eben ganz bewusst Mercedes Elektro als EQ machen, progressiver Luxus. Cool und hot. Die Autos sind mehr pur als pur: Sie sind seamless, so wie ein Smartphone. Eine super Gelegenheit, diesen Wandel anzufangen, der die Industrie prägen wird. EQ ist unsere Progressivmarke.“


    oder eben:

    "Wagener: Weil man dann eben mehr die Essenz sieht, die Proportion. Man modelliert mit Flächen, mit Licht, und nicht mit Linien. Was viel anspruchsvoller ist. Und wie gesagt, wenn ich eine schlechte Proportion habe, dann muss ich es kurz gesagt gliedern mit Linien. Es gibt ja viele, die haben ganz viele Linien drauf. Das ist momentan der Mainstream. Für uns ist die Zeit der Sicken und Kanten vorbei. Man sieht’s in den neuen Autos, CLS, E Coupé, das sind die ersten, die wir als 3.0 unserer "sensual purity" bezeichnen. Wir entwicklen das immer weiter, mehr zur Cleanheit, aber emotionalen Cleanheit. Es ist immer cool and hot, es ist immer beides. Sexy, aber clean. Ein schöner Mensch hat auch keine Ecken.

    STANDARD: Vielleicht Ecken und Kanten?

    Wagener: (lacht) Ja, es gibt Menschen mit Ecken und Kanten, aber da sind wir mehr im Intellektuellen. Was Schönheit angeht, ist die Form doch rund, weich und hat trotzdem Spannung."

  • Ich will hier noch mal eine Lanze für den EQS brechen, mir gefällt er von außen, besonders von hinten, nach wie vor sehr gut. Jedes Mal, wenn ich einen sehe freue ich mich. Der Wagen hat eine Präsenz. Aussattungsmäßig fehlt leider einiges, damit er das S im Namen wirklich verdient hätte. Aber der größte Kritikpunkt ist bei den meisten ja das Äußere. Und wenn rein die EV Eigenschaften betrachtet, ist das doch beileibe kein schlechtes Auto.

  • Also die technische Kompetenz wird dem Wagen hier niemand absprechen - manche Chinesen mögen mit mehr Gadgets auftrumpfen, mancher Tesla an der ein oder anderen Stelle etwas pfiffiger gedacht sein, aber in der Summe seiner Eigenschaften gehört er auch heute noch zu den am besten funktionierenden elektrisch betriebenen Autos. Man merkt im die "hochwertigen" MB-Entwicklungsprozesse an, bzw. dass die Entwickler sich auch schon davor mit Autos an sich beschäftigt hatten :winking_face:

    Ich kann dem Wagen auch ebenso eine gewisse Präsenz nicht absprechen - auch wenn die sich für mich weniger aus dem "Design" ergibt (ich finde weiterhin dass der Wagen eigentlich designlos ist), sondern eher aus der Kombination der eher ufo-artigen (oder auch eierartigen ;)) Form und der schieren Größe.

    Nur ist diese Erkenntnis auf die man jetzt gekommen ist - nämlich dass sich ein Mercedes besser verkauft wenn er optisch wie ein Mercedes aussieht - für mich halt alles andere als überraschend - und zwar gerade bei den chinesischen Kunden. Bei der Einführung habe ich wie oft gehört / gelesen dass man das Design nicht mehr aus der europäischen / deutschen Brille bewerten müsse sondern dass die Hauptkundschaft jetzt eben Chinesen sind - aber für mich ist es eben sonnenklar dass gerade die Chinesischen Kunden die sich ein deutsches Auto leisten (und herzeigen!?) wollen eben auch wollen dass das Auto "germanisch" :winking_face: aussieht.

    Da sind wir wieder beim gesunden Menschenverstand - wie eben auch bei der überraschenden Erkenntnis dass die Kunden klassische Mercedes Tugenden wie Solidität, Materialauswahl und Individualisierungsmöglichkeiten nicht einfach durch Bling Bling, Bildschirmwände und hohe Preise ersetzt sehen (noch nicht mal die Kunden in China sind soweit :winking_face: )

    Worin ich beim EQS aber auch ein Problem sehe ist in meinen Augen eine gewisse Inkonsequenz:

    Als progressives Statement / Leuchtturm Projekt mit dem man Kunden und bei der Konkurrenz offene Münder erzeugen möchte ist das Serienmodell am Ende zu "gewöhnlich" geworden, da hätte man das Design der Studie bringen (mit allen damit verbundenen Nachteilen), und auch technisch und materialseitig noch mal einen draufsetzen müssen (da hätte also kein Controller mehr durchscheinen dürfen).

    Als elektrische Luxuslimousine bzw. als elektrische S-Klasse fehlen hingegen Platz, Materialien und etwas Konservatismus bzw. Mercedesness.

  • Die Sitzverhältnisse auf der Rückbank sind allerdings nicht "S-Klasse"-like, und das ist ja eigentlich Kernkompetenz des S.

    (Pardon, wurde schon geschrieben, hatte ich überlesen). Bitte ignorieren:smiling_face:

  • Die Sitzverhältnisse auf der Rückbank sind allerdings nicht "S-Klasse"-like, und das ist ja eigentlich Kernkompetenz des S.

    (Pardon, wurde schon geschrieben, hatte ich überlesen). Bitte ignorieren:smiling_face:

    Auch sitzt man schlicht zu tief. Der EQS hätte EQE und der EQE hätte EQC heissen sollen, dann hätte es auch bei den Materialien gepasst.

  • Wenn der GLC die Designlinie des CLA übernehmen soll habe ich echt Zweifel ob es dann besser wird. :thinking_face:Vor allem die Front finde alles andere als gelungen.:confused_face:

    Ich kann und werde dazu vor der IAA nichts sagen können und dürfen: Aber ich sehe dieser Premiere ziemlich tiefen-entspannt entgegen. :winking_face:

  • Die Sitzverhältnisse auf der Rückbank sind allerdings nicht "S-Klasse"-like, und das ist ja eigentlich Kernkompetenz des S.

    (Pardon, wurde schon geschrieben, hatte ich überlesen). Bitte ignorieren:smiling_face:

    Die Sitzverhältnisse auf der Rückbank sind nicht die Kernkompetenz vom W. Wenn ich mich entscheide zwischen W und V dann ist das eine Entscheidung zwischen etwas weniger Kopfschmerzen bei der Parkplatzsuche oder einem besseren Fahrverhalten auf der Autobahn. Auf unserem Markt spielt die Rückbank doch kaum eine Rolle und trotzdem wird der EQS auch hier nicht angenommen. Auf anderen Märkten ist die nicht V oder Z S-Klassige Rückbank sicherlich ein Problem, aber würde eine EQS Langversion da wirklich Abhilfe schaffen? Ich bezweifle es. Die meisten Leute mögen den EQS traurigerweise Designmäßig einfach nicht.

  • Schön, dass GW inzwischen zu solchen Erkenntnissen wie "Das Schlimmste an neuen Designtrends ist, keine Identität zu haben." gekommen ist. Hätte er diese Klarheit mal vor ein Paar Jahren schon gehabt.

    Ich meine eine gewisse Unzufriedenheit mit dem EQ-Design als Subtext herauszuhören :winking_face:

  • Die Sitzverhältnisse auf der Rückbank sind nicht die Kernkompetenz vom W. Wenn ich mich entscheide zwischen W und V dann ist das eine Entscheidung zwischen etwas weniger Kopfschmerzen bei der Parkplatzsuche oder einem besseren Fahrverhalten auf der Autobahn. Auf unserem Markt spielt die Rückbank doch kaum eine Rolle und trotzdem wird der EQS auch hier nicht angenommen. Auf anderen Märkten ist die nicht V oder Z S-Klassige Rückbank sicherlich ein Problem, aber würde eine EQS Langversion da wirklich Abhilfe schaffen? Ich bezweifle es. Die meisten Leute mögen den EQS traurigerweise Designmäßig einfach nicht.

    Wenn ein 5,2 m langes Auto eine längere Version braucht, um vernünftig sitzen zu können, passt es nicht. Neben der Kniefreiheit fehlt es vor allem an absoluter Höhe, deswegen sitzt man leicht froschig iauf dem Rücksitz (wie Swissbob schon gesagt hat).

    Ich bleibe dabei, auf dem Rücksitz in angenehmer Sitzhaltung arbeiten zu können, darf die S-Klasse durchaus können. Obwohl ich es selbst nie gemacht habe :winking_face: (allerdings der Chef meiner ehemaligen Firma ständig).

    Einmal editiert, zuletzt von Onkel Hotte (21. Mai 2025 um 13:01)

  • Im kurzen 223er sitzt man schon gut, so lange man nicht gerade Baskelball Spieler ist.

    Im EQS sind die Beine in der Luft, weil die Bank zu tief montiert ist.

    Vorne hat man wegen der stark abfallenden Haube ebenfalls keinen Überblick.

    Man müsste beim EQS das Dach und die Sitzbank anheben, um bequemer sitzen zu können. Der Radstand reicht meines Erachtens aus.

    Der G ist übrigens bezüglich Kniefreiheit viel enger als der EQS dennoch sitzt man viel bequemer, weil die Sitzbank sehr hoch montiert ist und die Sitzfläche angenehm lang ist. Oberschenkel zu Unterschenkel stehen praktisch fast im 90° Winkel

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!