Mercedes-Benz Wasserstoff-Lkws fuhren Fünfeinhalbmal um die Erde

    • Offizieller Beitrag

    Fünf Brennstoffzellen-Lkw vom Typ Mercedes-Benz GenH2 haben ihre erste große Bewährungsprobe im Kundeneinsatz erfolgreich bestanden. Seit Juli 2024 legten die Fahrzeuge bei Partnern wie Amazon, Air Products, Holcim, INEOS Inovyn sowie Wiedmann & Winz insgesamt mehr als 225.000 Kilometer zurück – eine Distanz, die rund fünfeinhalb Erdumrundungen entspricht. Die Prototypen von Daimler Truck überzeugten mit Reichweiten von über 1.000 Kilometern pro Tankfüllung und kurzen Betankungszeiten von nur zehn bis 15 Minuten. Betankt wurde ausschließlich Flüssigwasserstoff (sLH2) an den Standorten Wörth […]

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    Es geht wie immer im Transportbereich letztlich um die Kosten pro Tonnenkilometer. Und da hat im Moment der Batterie-LKW die Nase eindeutig vorn. Einmal, was die Beschaffungskosten angeht, aber auch im Betrieb, weil Wasserstoff an den wenigen Tankstellen die es gibt, sehr teuer ist, wie man in diesem Video sehen kann (ab ca. Minute 20). Zudem entstehen immer mehr reine LKW-Ladeparks, in denen sogar schon die ersten Megawatt-Ladesäulen aufgebaut werden, so dass die Ladezeiten weiter verkürzt werden.

    Hinzu kommt ein limitierender Aspekt, der bei all den Reichweitendiskussionen gerne vergessen wird, und das ist der Mensch hinterm Steuer bzw. die Vorschriften hinsichtlich der Lenk- und Ruhezeiten. Wenn es richtig gut läuft, dann schafft man in 4,5 Stunden zwischen 300 und 350 Kilometer. Das Maximum in der Theorie wären rund 400 Km. In der dann folgenden Pause von 45 Minuten kann man z.B. einen e-Actros 600 an einer 400KW-Säule wieder voll laden. Selbst wenn er nur zu 80% geladen wurde, ist es anschließend kein Problem, nochmal 4,5 Stunden zu fahren. Dann ist typischerweise Nachtruhe und da lädt das Fahrzeug erneut voll.

    Anders wird es erst, wenn man so ein Fahrzeug im 2-Fahrer-Betrieb nutzen will. Dann braucht es mehr Reichweite zwischen den Ladungen, aber selbst daran wird z.B. bei Designwerk bereits konkret bearbeitet.

    Ich sehe deshalb Wasserstoff im LKW in absehbarer Zukunft aus Kostengründen eher nicht.

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