Gorden Wagener und Mercedes-Benz: Die größten Design-Highlights (s)einer Ära

    • Offizieller Beitrag

    Gorden Wagener, Chief Design Officer von Mercedes-Benz, verlässt das Unternehmen zum 31. Januar 2026 nach rund drei Jahrzehnten prägender Tätigkeit. Mit seinem Abschied endet eine der einflussreichsten Design-Epochen in der fast 140-jährigen Geschichte von Mercedes-Benz. Kaum ein anderer Chefdesigner hat die Designsprache, Markenidentität und globale Wahrnehmung von Mercedes-Benz so nachhaltig geprägt. Schönheit als Leitmotiv: Die Designphilosophie der „Sinnlichen Klarheit“ Im Zentrum von Wageners Arbeit stand stets ein klarer Anspruch: Schönheit als essenzieller Wert. Mit der von ihm entwickelten Designphilosophie der […]

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  • Ich will wirklich nicht Wageners Verdienste kleinreden, aber die Aufzählung seiner Erfolge ist ziemlich inkonsistent. Der SLR ist in der Ära Pfeiffer Entworfen worden. Da war Wagener als Projektbeteiligter dabei. Später werden dann W222 oder R232 als herausragende Beispiele genannt, da war er wiederum auf der Position Pfeiffer.

    Wiki nennt dementsprechend auch bei den Designern Mark Fetherston & Slavche Tanevski für den R232 oder Il-hun Yoon & Robert Lešnik für den W222.

    Kurzgesagt, man müsste sich schon entscheiden, ob man den Designerfolg der Autos dem jeweiligen Designchef oder den eigentlichen Designern auf den unteren Ebenen, die für den Entwurf verantwortlich sind, zuschreibt.

  • Das abgebildete Maybach S560 Cabrio in dem tollen Rot würde ich in jedem Fall dem aktuellen Maybach SL680 vorziehen.

    So denke ich auch. Wobei das Maybach S650 Cabrio eher weniger Maybach-spezifisches aufweist als der SL680. Dabei war der Maybach-Aufpreis bei einem Endpreis von 300.000 € netto ungleich höher als heute, wenn man mit dem SL63 AMG vergleicht.

    Rein äußerlich zeigt der SL680 too much, ich finde den Auftritt knapp an der Peinlichkeit. Den S650 erkennt der weniger Mercedes-Affine kaum.

    Mir hat der S650 am vorderen Stoßfänger zu viel Chrom-Lametta, mich stören auch die Felgen im Design einer Kreissäge; schöner wären die des S65 AMG.

    Ich kann mit meinem A217 in cavansit mit Leder macchiato/espressobraun gut leben.

    Interessant wäre der Maybach Vision 6 in Serie realisiert, vielleicht etwas kürzer bauend.

    Übrigens läuft der Verkauf von SL und GT überhaupt nicht, was wohl nichts Neues ist. Ich werde mit Werbung für den GT bombardiert und vom Fachkollegen habe ich gestern gehört, dass die Dienstwagen-Konditionen für SL und GT erheblich interessanter gestaltet wurden. So hofft man womöglich auf den Sekundärmarkt, was für die Gebrauchtwagenpreise gewiss nicht stabilisierend wirkt. Wenigstens insoweit kann man mit dem 992 bei weitem nicht mithalten.

  • Das abgebildete Maybach S560 Cabrio in dem tollen Rot würde ich in jedem Fall dem aktuellen Maybach SL680 vorziehen.

    Ich stand ja von ein paar Jahren auch vor der Frage welchen 217er ich gerne hätte.

    Damals war im Prinzip alles verfügbar. Für seltene Farben musste man etwas Geduld haben.

    Gegen den Maybach S650 sprach abgesehen vom Preis dass es sich um einen vor Mopf mit altem Navi handelt.

    Den S65 konnte man als Mopf bekommen, allerdings hat er das alte Getriebe und keinen Allradantrieb.

    Auch der 500/560er, der mir vorm Fahrwerk am besten gefällt haben keinen Allradantrieb.

    Das führte dann dazu dass ich beim 63er gelandet bin.

    Es ist sicherlich der sportlichste 217er.

    Den neuen 680er würde ich gerne mal ausprobieren, könnte aber sein dass er noch immer zu nah an meinem 63er ist.

  • Den neuen 680er würde ich gerne mal ausprobieren, könnte aber sein dass er noch immer zu nah an meinem 63er ist.

    Ich will auf den Vergleich R232 zu A217 hinaus:

    Der R232 macht gewaltig Spaß. Er schaltet spontan, hat Allrad, hat 'Sound', ohne aufdringlich zu sein, der SL500 ist aber von Raumgefühl und Federung her komfortabler. Aber damit kommen wir jederzeit klar, Hauptsache, das jeweilige Fahrzeug ist stimmig. Uns störte deshalb auch nicht, dass der S213 E63 weniger komfortabel federt als der W222.

    Dafür, was den R232 als AMG ausmacht, bräuchte es die meisten Elektronik-Gimmicks jedoch nicht; das ist wohl nur der Zeit geschuldet. Da war eigentlich der SL63 R231 -wer den AMG wollte- konsequenter und schneller zu bedienen. Von daher wollte ich A217 und R231 nie hergeben.

  • Ich will wirklich nicht Wageners Verdienste kleinreden,

    Ich schon :winking_face:

    Mein größtes Problem bei Wagener war dass da einfach immer zu viel "gewollt" war - ganz extrem das 212er Design (ein Wagener Design, entstanden noch zu "Pfeiffer-Zeiten"), dann diese Zeit der ständig wechselnden Grill Designs, der Wechsel von viel Kante dann zu Rund mit scharfen Gegenlinien bis dann hin zu "seamless", und das ganze dann immer vorgetragen mit diesem schrecklichen Marketing-Pathos ("hot and cool", " sinnliche Klarheit" etc.). Gutes Design spricht für sich und benötigt kein Marketing.

    Ich will ihm nicht abreden dass die meisten Fahrzeuge bei mir langfristig "Wirkung" gezeigt haben, aber ich denke er ist erstens zu früh in seinen Job gerutscht (also zu einer Zeit als er quasi noch seine Hörner abstoßen musste), und man muss sagen dass ein paar Fahrzeuge dabei waren bei denen er sich sicher war dass sie bei der Kundschaft eingeschlagen werden - und die das dann so gar nicht sind, allen voran eben der 212 und dann der EQS: „Weil wir eben ganz bewusst Mercedes Elektro als EQ machen, progressiver Luxus. Cool und hot. Die Autos sind mehr pur als pur: Sie sind seamless, so wie ein Smartphone. Eine super Gelegenheit, diesen Wandel anzufangen, der die Industrie prägen wird. EQ ist unsere Progressivmarke“

  • Ich schon :winking_face:

    Mein größtes Problem bei Wagener war dass da einfach immer zu viel "gewollt" war - ganz extrem das 212er Design (ein Wagener Design, entstanden noch zu "Pfeiffer-Zeiten"), dann diese Zeit der ständig wechselnden Grill Designs, der Wechsel von viel Kante dann zu Rund mit scharfen Gegenlinien bis dann hin zu "seamless", und das ganze dann immer vorgetragen mit diesem schrecklichen Marketing-Pathos ("hot and cool", " sinnliche Klarheit" etc.). Gutes Design spricht für sich und benötigt kein Marketing.

    Ich will ihm nicht abreden dass die meisten Fahrzeuge bei mir langfristig "Wirkung" gezeigt haben, aber ich denke er ist erstens zu früh in seinen Job gerutscht (also zu einer Zeit als er quasi noch seine Hörner abstoßen musste), und man muss sagen dass ein paar Fahrzeuge dabei waren bei denen er sich sicher war dass sie bei der Kundschaft eingeschlagen werden - und die das dann so gar nicht sind, allen voran eben der 212 und dann der EQS: „Weil wir eben ganz bewusst Mercedes Elektro als EQ machen, progressiver Luxus. Cool und hot. Die Autos sind mehr pur als pur: Sie sind seamless, so wie ein Smartphone. Eine super Gelegenheit, diesen Wandel anzufangen, der die Industrie prägen wird. EQ ist unsere Progressivmarke“

    Das Designer reden wie Designer, kann man ihnen aber nicht vorwerfen. Man kann so ein Blabla auch einfach ignorieren und das Produkt ansehen. Ich finde einige frühe Entwürfe auch etwas überkandidelt mit zu vielen Effekthaschereien; den 231 fand ich schrecklich, als ich ihn zu ersten Mal gesehen habe, genauso die M-Klasse 166, die zu der Zeit rauskam. Mit dem 231 habe ich mich versöhnt, mit dem 166 nicht :winking_face:

    Im Vergleich VW. Da wurde um 2005 der (damals auch als jung betitelte) Murak Günek Chefdesigner von VW. Ich kann mich noch eine seine Aussage erinnern ("Chrom kommt zurück"). Ausnahmslos alle Modelle aus dieser Zeit (mit dem Plakettengrill) waren mMn vom Design schlechter als die Vorgänger. Einige Jahre später wurde daSilva sein Nachfolger, der (mMn) teilweise brilliante Arbeit bei VW geleistet hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Onkel Hotte (22. Dezember 2025 um 10:20)

  • Machen eigentlich andere Chef-Designer auch so viel SocialMedia?


    Mir schwirrt GW ständig in Insta um die Ohren (natürlich dank Alggo und Co. anderen Herstellen folge ich nicht ganz so intensiv)

    #WorldsFastestFamily #AMG #BR206 #C43 #290km/h ist ja nur'ne C-Klasse T-Modell :grinning_face_with_smiling_eyes:

  • Machen eigentlich andere Chef-Designer auch so viel SocialMedia?


    Mir schwirrt GW ständig in Insta um die Ohren (natürlich dank Alggo und Co. anderen Herstellen folge ich nicht ganz so intensiv)

    wahrscheinlich eine mischung aus seiner absicht, medienwirksam aufzutreten und seinem status in der industrie. würde ich 10 meiner kollegen fragen, wer bei bmw oder porsche federführend für das design steht, käme wohl nichts als grübeln zurück. G.W. ist halt doch ne hausnummer - ob einem die designs nun gefallen oder nicht.

    p.s. auf dieser aufnahme sieht der eqs richtig gut aus. der wagen steht ihm!!

    :grinning_face_with_smiling_eyes: lg mbbmwvag

  • das neben dem nichtssagenden EQS als ausdrucksstark hat verklärt werden können.

    Der Satz trifft es doppelt - beim EQS ist es nicht eine Frage ob er hässlich ist, sondern dass Mercedes Kunden offensichtlich wollten dass ein elektrischer Mercedes wie ein Mercedes aussieht, und nicht so nichtssagend.

    Letzteres ist bei Leibe nicht das Problem des I7, was ihn aber noch lange nicht hübsch macht.

  • Swissbob

    Dies gilt zumal für Märkte wie China. Und dann ist für eine gewollte S-Klasse die Innenhöhe im Fond viel zu niedrig.

    Wie diskret und dennoch repräsentativ geht, zeigt in der GW-Bilderstrecke der (für mich unübertroffene) X222 Vormopf. Kein Chichi, sondern einfach gut.

    Einmal editiert, zuletzt von Phil (22. Dezember 2025 um 23:17)

  • Machen eigentlich andere Chef-Designer auch so viel SocialMedia?


    Mir schwirrt GW ständig in Insta um die Ohren (natürlich dank Alggo und Co. anderen Herstellen folge ich nicht ganz so intensiv)

    Ich sag ja, er war mit allem einfach „too much“, und eindeutig auch „mucher“ als andere Designer.

    Passte für mich nie so zum in meinen Augen serlöseren, zeitloseren MB Image, aber natürlich sehr gut zur „Fetzer-Zeit“, ein wahres „Dreamteam“…

    https://www.youtube.com/live/Mxy09ncImhE?si=C61cokPAPlhQSZ7i

    Einmal editiert, zuletzt von Snoubort (23. Dezember 2025 um 12:10)

  • Ich sag ja, er war mit allem einfach „too much“, und eindeutig auch mehr als andere Designer.

    Passte für mich nie so zum in meinen Augen serlöseren, zeitloseren MB Image, aber natürlich sehr gut zur „Fetzer-Zeit“, ein wahres „Dreamteam“…

    https://www.youtube.com/live/Mxy09ncImhE?si=C61cokPAPlhQSZ7i

    Völlig einig, ich fand das Teil im Video schon immer so dermaßen "Nicht-Mercedes" und einfach nur hässlich.

  • Völlig einig, ich fand das Teil im Video schon immer so dermaßen "Nicht-Mercedes" und einfach nur hässlich.

    Ich finde einfach alles an dem Video so dermaßen Nicht- Mercedes, aber ab jetzt kann ich es mit der Nostalgie-Brille betrachten, jetzt tut es nicht mehr so weh :winking_face:

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