Hab ich ja schon geschrieben - aber grundsätzlich geht es hier weniger um die Frage "größer" als um "weniger klein" 
Mir ist es weiterhin unerklärlich wie man es in dieser Fahrzeugklasse - also GT + SL im allgemeinen, egal ob Verbrenner oder BEV - für eine kluge Strategie halten kann, ein besserer Porsche-Klon sein zu wollen - und das als "ikonischste" Marke der Welt selbst.
Das hat schon mit der (frühzeitigen) Ablöse des SLS durch den modellseitig exakt auf den 11er gesetzten ersten GT angefangen (auch wenn ich den mag), wurde noch ausgeprägter bzw. plumper mit dem erste 4-Türer, geradezu absurd mit dem pummeligen 11er Cabrio Klon AMG SL und jetzt schon eher peinlich mit diesen Taycan und Cayenne e Verschnitten. Diese Modelle sind jeweils im Markt schon durch das Original besetzt, die Märkte sind viel zu klein und zu prestigeträchtig für zwei "Originale", egal wie technisch gut Nummero II sein mag (dass MB gute bzw. die besten Ingenieure hat, steht ja völlig außer Zweifel
), oder wie groß die Bildschirme sind.
Stattdessen stellt man ein S Coupe (+Cabrio ein), weil es ja keinen Business-Case gäbe - dabei hätte sich ein S Coupe garantiert so viel verkauft wie alle diese GT Derivate zusammen (auch hier sowohl als Verbrenner wie als BEV) - ganz einfach weil niemand anderes ein S Coupe machen kann.
Dass ausgerechnet die, die was von "Luxus" schwafeln (und das augenscheinlich nur mit Preisen verbunden haben), so wenig Verständnis dafür haben, wofür Kunden in diesen Klassen bereit sind Geld auszugeben, bleibt mir ein absolutes Rätsel.
Wenn so ein AMG SL die Folge der Arbeit von so Marktanalyse Teams gewesen wäre - so nach dem Motto: wir haben in unseren umfassenden Marktanalysen und Kundenbefragungen herausgefunden, dass Kunden für den Namen AMG bereits sind mehr zu bezahlen, dass das 11er Cabrio ein erfolgreiches Auto ist und wir deshalb den neuen SL als AMG 2+2 Sitzer mit dickem Elfer-Heck bringen - dann kann ich nur ableiten, dass es sinnvoller wäre die gesamte Marktforschungs- und Modellstrategie- Abteilungen durch eine einzige Person mit gesundem Menschenverstand zu ersetzen - "literally".
Als jahrzehntelanger intensiver Beobachter von MB und AMG
sehe ich aber eher, dass diese Entscheidungen nur von einem sehr kleinen Kreis an "Entscheidern" durchgesetzt wurden, und dass aktuell mal wie bei MB der Bock zum Gärtner gemacht wird:
- der vorangegangene Chef-Modellstratege ist jetzt Chinaverantwortlicher (und wenn sicher auch nicht allein verantwortlich, aber direkt danach ging es radikal bergab)
- Papas Ziehsohn sollte erst bei AMG Papas alte Porsche-Strategieträume weiter voranbringen, und darf jetzt als Assessement für Papas Nachfolge sich als Produktionsvorstand ausprobieren
- sein enges Projektteammitglied hat jetzt zum Dank für dieses wahnsinnig mercedige Design beim 4-Door (und sicher auch SUV) die Nachfolge von GW antreten dürfen, an allen "verdienten" MB Designmitarbeitern vorbei.
Wie damals, als die Verantwortlichen für das Qualitäts- und Anlaufdesaster beim GLE sich anschließend als Produktions- und Qualitätsverantwortliche für den gesamten Konzern wiedergefunden hatten, nur weil man einen direkten Draht nach ganz oben hatte.