Beiträge von Snoubort

    Diese Betrachtung ist für genau diesen, eher selteneren Use-Case natürlich völlig richtig. Interessant finde ich aber folgendes:

    - Die durchschnittliche Jahresfahrleistung privater PKW in D liegt bei 12.309 Kilometer (2024)
    - Fahrzeuge mit alternativem Antrieb (BEV, PHEV usw.) werden durchschnittlich 15.852 km pro Jahr bewegt
    - Die tägliche private Fahrleistung liegt bei 15,5 km im Durchschnitt

    Quellen: KBA, Statistisches Bundesamt

    Das ist auch völlig richtig - nur ist der durchschnittliche Mercedes Neuwagenkäufer nicht mit dem durchschnittliche PKW Fahrer (neu und gebraucht) vergleichbar, unter MB Neuwägen-Käufen ist der Anteil (intensiver) Dienstwagennutzer alles andere als selten.

    Für die Betrachtung, dass sich Elektro für mehr Usecases eignet und massentauglich ist, spielt das Akkugewicht und die Aakkugröße keine primäre Rolle (mit Ausnahmen).

    Es geht mehr um das drumherum, dass man eben doch so schnell lädt, wie man tankt, keine Einbußen bei Kälte hat (Feststoffakku), die Zellen besser monitoren kann und die Antriebseinheit

    Schon klar, aber ich hatte ja bei meinen „5, 6 Jahren…“ oben explizit nur von dem einen „Use-Case“ geschrieben, bzw. von der doppelten Reichweite bei 400-500kg weniger Gewicht:

    „Das zeigt einfach wie weit die Akkutechnik für den Use-case „regelmäßig abendliche Dienstfahrten“ noch von einem Diesel entfernt ist - +400-500kg bei gleichzeitig etwa halbiertem Radius - und das auch nur unter der Bedingung dass man daheim bzw. beim Parken vorher laden konnte…“

    Da wäre ich mir noch nicht so sicher, ob das in 5 bis 6 Jahren nicht soweit ist, bei dem Fortschritt und der kommenden Akkutechnik.

    Da würde ich jede Wette dagegen halten.

    Akkutechnsich sehen wir seit den 85 und 100 kwh Akkus im Model S von 2012 keine Weiterentwicklung in andere Kapazitäts-Dimensionen (bzw. Kapazitäts- vs. Gewicht oder Volumenverhältnisse) - übrigens auch nicht bei Handys oder Tablets, die jährliche milliardenfach verkauft werden.

    Klar gab und gibt es große Sprünge bei der Ladegeschwindigkiet, bei Haltbarkeit / Wämeentwicklung, beim Preis - aber heutige 100kwh Akkus sind weder bedeutend kleiner noch bedeutend leichter als die von mir angesprochenen Model S Akkus von 2012 - ähnliches gilt für die heutigen 115 kwh Akkus im VLE oder G EQ im Vergleich z.B. zum EQS - siehe auch die Gewichtsproblematiken hier. Wir werden in 6 Jahren keine doppelt so großen Akkus mit dem halben Gewicht sehen, keine exponentiellen Entwicklungskurven wie bei Chips...

    PS: um ein mögliches Gegenargument bzgl. eines sehr speziellen „Use-case“ vorwegzunehmen - wer kauft denn in D Neuwagen bzw. wohin geht denn der Großteil der Neuwägen in D, speziell ab gehobener Mittelklasse aufwärts (Limos, Kombis, SuVs)? Die Privatkunden mit 20km täglichem Pendelweg doch eher seltener...

    Hab auch die Argumentation mit dem Verbrauch bei konstant 160km/h nicht verstanden, von wegen dass man nach 300 km/h eh ne Pause machen muss - nach 2 Stunden??? 20 min + „Rüstzeit“, also in Summe schnell mal 1/4 der Fahrtzeit bis dato? Unter der Bedingung dass dort dann auch ein passender, freier Charger steht!?

    Das zeigt einfach wie weit die Akkutechnik für den Use-case „regelmäßig abendliche Dienstfahrten“ noch von einem Diesel entfernt ist - +400-500kg bei gleichzeitig etwa halbiertem Radius - und das auch nur unter der Bedingung dass man daheim bzw. beim Parken vorher laden konnte…

    Diese Diskrepanz wird sicher nicht in 2, 3 Jahren aufgeholt werden, und auch nicht in 5, 6…

    Genau, man hat aber die Transition zur E-Mobilität und China überschätzt, ansonsten hätte man Ihn gestern als 2L Diesel ( Europa) und 3L Benziner ( USA) präsentiert und hätte heute bereits 100000 Vorbestellungen.

    Die Verbrenner haben auch kein Problem mit dem Gewicht.

    Den "reinen E-" Zafira gibt es jetzt auch wieder mit 180 PS DIesel...

    Genau auch wegen dem Gewicht.


    Ich suche gerade die Zahlen zusammen, die Batterie dürfte mit der G580EQ Batterie verwandt sein, die hat ein Gewicht von 800kg . Die beiden E-Motoren wiegen locker 150-200kg mit allen Komponenten. Somit wiegt der Antrieb 1t.

    Zum Vergleich ein elektrifizierter OM654 kommt auf 220kg, die 9G auf 48kg, jetzt braucht man noch die Antriebswellen und differenziale, 4m liegt bei 60-80kg, die Komponenten nach hinten vermutlich etwas mehr .

    Läuft es auf etwa 400kg hinaus.

    Flüssigkeiten(ohne Kraftstoff), Auspuff, Kühler, dafür reichen vermutlich 60kg. Somit hätte man ein Mehrgewicht von 540kg gegenüber dem Diesel.

    Vollgetankt wären es dann 460kg Mehrgewicht, im Vergleich zu den 600kg (BEV) gegenüber der aktuellen V Diesel.

    Das zeigt allerdings dass man bei der Karosserie sehr wohl auf das Gewicht geachtet hat, 140kg inklusive Mildhybrid Komponenten für ein deutlich luxuriöseres Auto sind nicht viel.

    Ich hätte ja einfach 3.185kg (G580) minus 2.555kg (G450d) gerechnet :winking_face:

    Konkurrenzlos im Van Segment.

    Allein schon weil es beim Ex-Konkurrenten VW jetzt nur noch die Wahl zwischen Mickey Mouse und Transit gibt...

    Bleibt noch der Hyundai Staria als Fahrzeug dass noch so entfernt in die selbe Richtung geht, aber auch da bei weitem nicht mit dem technischen und materialseitigen Feuerwerk - und so extrem viel billiger wird der als E auch nicht werden,

    Wie am Anfang von Swissbob geschrieben ist der Wagen offensichtlich vor allem im Hinblick auf China entwickelt worden (siehe auch das „7er“ Display) - da stören die Mehr-Zentimeter weniger die wohl für den CW Wert nötig waren, und es gibt dort wahrscheinlich keine 3,5 t Beschränkung!?

    Das Gewichtsproblem zeigt aber wie bereits beim G580 die physikalischen Grenzen beim Akku, und die Anpassungsfähigkeit (und -Geschwindigkeit) von deutschen / europäischen Behörden und Normen auf sich ändernde Rahmenbedingungen und Techniken.


    Sofern das kein Sarkasmus ist, geht es mir wie Snoubort .

    Du meinst ich könnte einen Verstappen gemacht haben?

    Nein, kein Sarkasmus, das ist endlich mal wieder ein Mercedes bei dem MB so richtig geklotzt statt gekleckert hat. Das Auto ist konkurrenzlos, dann darf es auch etwas teurer sein. Und in dieser Fahrzeugklasse akzeptiere ich sogar „the wall“ (nicht wegen Nutzfahrzeug oder Preis, das trifft auf das Auto nicht zu, sondern Innenraumgrößen-mäßig meine ich).

    Diese Gewichtssache wird allerdings schon ein wenig abenteuerlich…