Beiträge von driv3r

    Einfach nur irre!

    Hab gedacht ich lese nicht recht…

    Dass man freiwillig und ohne Not den Firmenwagen-Markt (ja, nicht alle Außendienstler fahren PHEV oder BEV) aufgibt wo die Motoren doch ohnehin im Regal liegen und auf EU7 angepasst werden müssen.

    Und das ausgerechnet von dem Hersteller der sich freedom of choice Antriebs-Vielfalt auf die Fahnen geschrieben hat.
    Was reitet die?

    Ja, komisch, oder? Wo doch die automobilen "Hellseher" immer die Münchner waren. :smiling_face_with_sunglasses:

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass BMW die Aggregate (4-Zyl.-Diesel) anscheinend nicht EU7-ready hat/hatte. Die bestätigten 20d-Modelle sind im X1 und 5er für die LCIs im kommenden Sommer 2027 angesetzt bzw. in 03/27 soll der X3 als erster den neuen B57-Motor als 20d erhalten.

    Ein interessantes Lagebild zeichnet aktuell auf das Manager Magazin: Der riskante „industrielle Alleingang“ von BMW-Boss Nedeljković sowie Milans Aufräumer: Diese Topmanager sollen BMW aus der Krise fahren

    Es mag ein jeder selbst beurteilen, ob manche der von Milan genannten Kernthemen irgendwie bekannt vorkommen:

    - Relation von Forschung und Entwicklungsausgaben von 12% des Umsatzes runter auf 9%
    - 20% Stellenabbau im Management
    - 8000 Jobs weniger in Deutschland über Abfindungsprogramm
    - In China for China: Von 80% lokalem Produktionsanteil auf 95%
    - Riesen-SUV oberhalb des X7 für den US-Markt, kein Nachfolger vom 2er ActiveTourer (Überraschung! Nicht!) und einen elektrischen 1er ab 2028
    - aktuell keine Reduktion der Produktionskapazitäten was vom Kapitalmarkt als riskant und kritisch eingestuft wird

    Ich hoffe sehr, dass der 206 einen zweiten (oder eher ersten) Frühling erlebt, so dass MB merkt dass es Sinn macht auf klassische MB Tugenden zu setzen. Ich hatte aufgrund der Gewichts- und Preiszuwächse und Qualitätsabnahme den 206 (oder besser MB) bei der Einführung sehr kritisiert, aber jetzt steht der Wagen mit seinen seinen klassischen Tugenden / technischem Aufbau ja geradezu konkurrenzlos da - und gerade als C200 auch preislich absolut wettbewerbsfähig (wenn man bedenkt dass ein 177 PS Skoda Fabia heute auch schon 38 T€ Liste kostet, sind 48 K für einen ähnlich starken und überraschend vollständig ausgestatteten C200 völlig angemessen, zzgl. dem für MB Verhältnisse hohen (Standard-) Rabatt).

    Als MB Verkäufer wäre es auf jeden Fall aktuell mein Lieblingsprodukt - guter Preismöglichkeiten, klassischer, sehr bewährter MB Technik-Aufbau, keine Bildschirmwand, umfassendes Antriebsprogramm, Schiebedach, Kombi....

    Persönliche Meinung: 520 > 206. :red_heart:

    Der basiert auf der bisherigen Plattform, korrekt? Dann würde ich vermuten, daß man bei MB für einen potenziellen 207 auf MRA II genau beobachtet wie der 3er mit dem veränderten Motorenportfolio am Markt ankommt.

    Grüße

    Pano

    Einen 207 gab es schon, von daher wird es nicht noch einmal einen 207 geben. :smiling_face_with_sunglasses: Aber habe verstanden, was Du meinst.

    Der neue Verbrenner 3er geht also den Weg, der zu erwarten war: Wie im Falle des 1er/2ers auch eigentlich nur eine große "MOPF" des bisherigen Modells, dazu der radikale Diesel-Entfall: Oder der Grund, weswegen man sich einen i3 touring zutraut bzw. zutrauen muss. :winking_face: Mit anderen Worten: Ein echter Vergleich Verbrenner- vs. Elektro-Kombi hinkt also, dieser ist nur bei 5er zu i5 möglich oder beim A6 zu A6 e-tron - und da muss ich sagen: i5 tourings und A6 e-tron Avants sind leider doch selten, oder wie sieht das in eurer Region aus?
    Innen gibt es für den 3er dann die unnachahmbare (und unsägliche) NK-Schminke und eine neue Karosse außen. Das einzig interessante Modell bleibt also der M350, der sich leistungsseitig nun auf dem bekannten 53er-Niveau ansiedelt. So weit, so unaufregend - und wenig Sorgenfalten-stiftend.


    Mir ist zudem heute folgende interessante Zeile von den Freunden von Bimmertoday aufgefallen:

    "Wer sich an Bord eines X3 noch mehr Leistung wünscht, muss im Gegenzug auf sechs Zylinder verzichten: Mit dem elektrischen BMW X3 M (ZA5) ist eine extrem performante Variante des iX3 (NA5) in Arbeit, die von den Entwicklungen für den Elektro-M3 (ZA0) profitieren wird. Genau wie der M3 wird auch der X3 M auf ein i im Namen verzichten und mit gleich vier E-Motoren und M eDrive antreten."

    Da sind also BMW i3 M und iX3 M geplant, die dann kein "i" mehr im Namen tragen? Wird es also zu einem M3 und M3 Electric kommen? Spannende Zeiten und interessante Neuigkeiten, die man da aus dem BMW Schlössle hört.

    Quelle: BMW X3 M50: Top-G45 vor Power-Upgrade auf 443 PS Anfang 2027?

    Der Ast auf dem man sitzt, die Hand, die einen (jahrzehntelang!) sehr gut fütterte, den Mund, den man nicht voll genug bekommen kann ... und das alles auch noch unterfüttert mit teils waghalsigen und auch falschen Zusammenhängen.

    Man beschwört einen Klassenkampf (?), während man in der Industrie und darüber hinaus weiterhin zu den Top-Verdienern gehört. Man beschwört absolute Kompromisslosigkeit, während man gleichzeitig einräumt, dass "China ein Problem" sei. Ja was denn nun?

    Ich halte und habe es immer für absolut unwürdig (und im übrigen auch nachhaltig schädlich!) gehalten, Unterschiede, statt gemeinsame Interessen heraufzubeschwören. In eine Diskussion wer jetzt den ersten Stein geworfen hat mag ich nicht einsteigen, als Fakt darf mit Sicherheit gelten: Welche Optionen hat ein Management den vom BR und IGM "gebürsteten" Mitarbeitern entgegen zu treten, wenn einem jeder Fakt als Falschaussage abgesprochen wird? Am lustigsten ist die Aussage, dass Management hätte sich in den letzten Jahren die Taschen voll gemacht. Wer hat noch mal in den letzten 5 Jahren in Summe fast 30.000€ pro Person (!) an Sonderzahlung erhalten? Ach ja, die Tarifmitarbeiter in Deutschland! Nehmen gerne, geben nicht. Das ist also das Verständnis von Sozialpartnerschaft?

    Meine Frage angesichts der oben stehenden Kommentare ist: Angenommen, da stellt sich der Vorstand hin und sagt: "Es gab strategische Fehlentscheidungen, die auch viel Geld gekostet haben." - Was ändert das an der aktuellen Lage und den Problemen!? Was bräuchte zum jetzigen Zeitpunkt neues Vorstands-Personal? Bringt neues Personal von zuhause 5 Mrd. Euro frisches Cash mit? Bringt neues Personal auf einmal den Problem-Löser für Dumping-China, USA-Zölle und EU-Vorschriften-Wahn mit?

    Es wird hier doch eine retrospektive Jammer-Diskussion geführt, die überhaupt gar nichts zur Lösung der jetzigen und zukünftigen Herausforderungen beiträgt!

    Meine ganz klare Haltung ist: Wer seinen Arbeitsplatz im Neckartal, am Rhein, in Berlin oder an der Weser auch noch in 10, 15 oder 20 Jahren haben möchte, der sollte ganz klar ein Interesse daran haben, dass bei identischem Lohn ein, zwei oder drei Stunden Mehrarbeit pro Woche der wohl allergeringste Aufwand sind um im eigenen Interesse seinen Arbeitsplatz zu wahren!

    PS: Solche Klick-Bait-Artikel, weil es gerade opportun scheint, tragen zu einer sinnfreien Spaltung weiter bei.

    Bei meiner sonntäglichen Ausfahrt (heute bei tollem Wetter noch einmal im CLK 55) habe ich u.a. bei meinem BMW-Händler angehalten und bin dort über den Hof gegangen. Der hat einen wunderschön ausgestatteten 330d xDrive Touring in Fire Red als Neuwagen zu einem fairen Barpreis da stehen. Nach kurzer Rücksprache mit meiner Frau haben wir uns dann gemeinsam entschieden, morgen beim Händler anzurufen und diesen Wagen zu kaufen. Ihr patagonienroter CLA 220d darf dann zukünftig jemand anderes glücklich machen.

    Ich habe mich in letzter Zeit so oft in verschiedensten Belangen zu Mercedes geärgert und jüngst ganz massiv wieder über Ausführungen hier im Blog, dass es für mich Zeit ist, von der Marke und den Postings im Blog Abstand zu nehmen. Ich werde zukünftig nur noch gelegentlich stiller Mitleser sein. Meine beiden alten Benze (CL 420 und CLK 55) behalte ich natürlich, aber ansonsten werde ich MB nun den Rücken kehren.

    Gehabt euch wohl, es war auch oft nett mit den meisten von Euch. Allerbeste Grüße, Robin

    Schade, ich hätte mich über einen ernsthaften inhaltlichen Austausch (und auch ein Replik zu meinem Kommentar) gefreut. Mir zumindest sind die Gründe leider nicht offenkundig. So bleibt für mich nur das, was ich an anderer Stelle bereits schrieb.

    Ich wünsche dann viel Fahrfreude und bessere Erfahrungen mit dem Wagen aus München.

    Danke, du hast mir damit wieder einen Grund mehr gegeben. Scheinbar fruchtet die neue Firmenkultur (Arroganz) langsam auch endlich in den unteren Ebenen. Glücklicherweise haben die Kunden am Ende die Wahl, welche Firma ihnen sympathisch ist. MB mir schon lange nicht mehr.

    Eine Kaufentscheidung steht einem jedem frei. Ich empfinde es nur als etwas oberflächlich für die persönliche Kritik an einer Einzelperson die anderen 160.000 Kolleginnen und Kollegen in Geiselhaft zu nehmen und nicht einmal irgendeinen nachvollziehbaren Grund anzuführen.

    Aus ganz persönlicher Erfahrung - und ich meine, das habe ich in diesem Forum auch mehrfach kundgetan - habe ich sowohl beim Anbieter mit dem Stern, als auch mit den Ringen, dem Wappen oder "bayuwarischen Propeller" diverse Erfahrungen in positiver wie auch sehr negativer Art gemacht. Ich bin der letzte, der nicht mehr als selbstkritisch mit bestimmten Entscheidungen im eigenen Hause, wie auch denen in anderen Häusern, umgeht. Aber irgendein pauschalisierender Satz als Fundamentalhaltung ist mir etwas einfach. Vielleicht magst du deine Gründe darlegen, weshalb du meinst, dass ein Auto aus der Ära "Ola" (wie auch immer die deiner Meinung nach definiert sein mag) "unkaufbar" wäre.

    Genau das trifft es. Natürlich ist die Produktion in D teuer, aber es liegt eben nur zu weniger als 20% an den Lohnkosten. Wo bleibt der Druck, endlich die Energiekosten in D zu reduzieren, die nirgends in der EU höher sind? Wo bleibt der Druck, die völlig aus dem Ruder gelaufenen Sozialbeiträge zu verringern? Und so könnte man noch eine Weile weiter machen. Aber es ist ja so einfach, die Belegschaft zu erpressen. Außerdem teile ich das Statement von Swissbob , dass bei MB das "Made in Germany" immer noch sehr viel mehr zählt, als das "Made bei Mercedes", von dem man nicht mehr allzu viel hört.

    Eh, der Druck auf die Politik? Also ich bin mir nicht sicher, aber ich habe in den letzten 5 Jahren schon so viel Druck auf diversen Wegen auf die Politik gesehen, wie noch nie zuvor. Sei es über Verbände (VDA, BDI, BDA...) oder von Unternehmen direkt. Doch unterschiedliche politische Couleur widerspricht entweder den Fakten oder ignoriert sie bislang einfach. Stattdessen gibt es bei jedem bisschen vernünftigen Einwand zur Gestaltung von Regulatorik in der EU gleich einen öffentlichen Aufschrei, dass "die böse Industrie" mal wieder irgendwelche Ziele aufweichen möchte oder sich gegen eine Zwangsverbau von einem nervtötend bimmelnden Assistenten sperrt.

    Der Kundenkreis, für den "Made in Germany" im Bereich Automobil noch wahrlich wirklich bares Geld wert ist beschränkt sich auf das aller oberste Segment. Niemand* würde für eine A-Klasse, C-Klasse oder E-Klasse mehr Geld ausgeben nur weil die Sindelfingen gebaut wäre. Und selbst, wenn - wenn nur ein Wettbewerber ein gleichwertiges Fahrzeug billiger im Ausland zusammen gebaut bekommt und damit im Verkauf permanent und dauerhaft unterbieten kann (um Marktanteile zu erzielen, um Verkaufszahlen aufzuhübschen etc.) ist das ein Kampf, den man in der breiten Masse eben nicht nur durch "ein besseres Produkt" gewinnen kann.

    Ein paar weitere interessante Beispiele:

    Gab es keinen Kunden-Aufschrei, dass der gehypte Cayenne Turbo GT aus Bratislava kommt? Hat die Fan-Liebe geendet, weil der neue M2 ein Mexikaner aus San Luis Potosi ist? Und wie viele Kunden kaufen bewusst einen GLC Elektrisch (X540) weil er in Deutschland zusammen gebaut wird aber der BMW iX3 in Ungarn gefertigt wird? Wie viele Kunden wissen überhaupt wo ihr Fahrzeug gefertigt worden ist und auf welcher Hierarchie-Stufe steht "Produktionsort" in der Kaufentscheidung?

    Adidas hat es versucht mit einer Fertigung von High-End-Schuhen in Deutschland und ist gescheitert, Apple hat es versucht mit einer neuen Mac-Fertigung in den USA und ist ebenso gescheitert. Ebenso kaufen wir fröhlich alle paar Jahre ein neues iPhone für sündhaft viel Geld, lieben die hochwertige Verarbeitung, die irgendwo Made in China bzw. Taiwan ist.

    Ja, es ist richtig und massiv wichtig, dass nicht der Ausverkauf der Produktionsstandortes Deutschland beginnt. Aber dazu wird es einer besonderen Anstrengung bedürfen, zu der auch die Mitarbeiter einen Beitrag leisten müssen - weil der Wettbewerb in dem man sich befindet globaler denn je ist.

    *Niemand = (leider) nicht nennenswert viele Personen, die eine Vergabeentscheidung für einen Produktionsstandort maßgeblich beeinflussen würden


    Für mich sind Neuwagen von Mercedes ohnehin kein Thema mehr. Mindestens solange OK noch Chef ist.

    Da bin ich jetzt mal ganz direkt: Das ist wirklich die blödsinnigste Aussage, die ich seit langem gelesen habe. Ich erinnere an dieser Stelle gerne an die Kisten, die einem unter dem Hintern weggerostet sind, an das Debakel der SBC-Bremse, an A-Klassen, die umfallen, an Renault-Motoren mit aufgehübschten Mercedes-Bauteilen.

    Übrigens war ich der Auffassung, dass die Laufzeiten der Baureihen verlängert würden und die Baureihe 223 mit Erscheinen der (späten) Mopf nunmehr 'Halbzeit' hätte.

    Nun aber heißt es in der ams unter Beifügen eines computeranimierten Bildes, die S-Klasse rolle 2028 in neuer Form an den Start - mit Sechs- und Achtzylindermotoren. Wenn dem so sein sollte, dann braucht Mercedes wirklich nicht mehr an einen Mehrschicht-Betrieb in der Produktion der S-Klasse-Mopf zu denken.

    Die ams hatte in den letzten beiden Ausgaben viele lustige Bildchen generiert :grinning_face_with_smiling_eyes: und im Text gleichfalls höchst "interessante" Dinge behauptet...

    Es geht um weit mehr als nur den Preis und die gewünschte Kontrolle dessen.

    Zum Beispiel um so simple Dinge wie den Zugriff auf die Daten des Kunden. Die hat der Hersteller im klassischen Händler-Vertriebssystem nicht, da ist der Kunde eben ein anonymer Kunde, da das Geschäft via Händler läuft. Während also jeder Händler seine Kunden kennt oder in der digitalen Welt ein Carwow oder Leasinganbieter zig Kundendaten hat, steht der Produkthersteller quasi im "Ungewissen".

    Die zweite Ebene bezieht sich auf das Thema Preis: Die Preiskontrolle möchte man auch deswegen haben, da in der digitalen Welt die Preistransparenz erheblich steigt (siehe Carwow & Co.) und damit das bislang intransparente Preisgefälle zwischen Flensburg und Allgäu entfällt. Zudem muss man auch berücksichtigen, dass der Großteil des Absatzes nicht zwangsläufig im Individualkundengeschäft liegt, wo das Individualpricing je Händler großen Sinn macht, sondern einer Großteil des Absatzes Flotten-, Leasinggesellschaftsgeschäft ist und damit das Gewicht des Individualpricings für den Barkäufer nicht so stark ins Gewicht fällt bezogen auf den Gesamtabsatz.

    Dass der Marktanteil von MB gravierend abgeschmiert wäre, kann ich jetzt nicht feststellen, der liegt in den letzten 10 Jahren zwischen 8,5 und 10%.

    Das traue ich mich nicht. Ich habe da immer Sorge, dass es zu Verfärbungen durch Jeans etc. kommt….

    Muss nicht…klar. Aber es schwingt in meinem Kopf so mit.

    Um es ganz deutlich zu sagen: Die Sorge vor der Sorge sorgt dafür, dass es am Ende nur dunkle Interieurs gibt und sich dann trotzdem alle beschweren, warum es denn nur dunkle Interieurs gibt. Mut zur Farbe muss gekauft werden.

    Es lebt sich auch mit Jeans bestens mit einem Macchiatobeige oder Nevagrau. Da habe ich auch mit zehntausenden Kilometern kein Problem feststellen können.

    Daher meine Empfehlung: Einfach mal machen, mit einem normal maßvollen Umgang mit einem Fahrzeug, ist ein helles Interieur überhaupt kein Problem.

    Das Interieur ist soweit keine Überraschung und grundsätzlich "smart" im Anblick. Ich würde mir fürs Exterieur nur dringend ein sportlicheres Rad z.B. in einem 5-Speichen-Design wünschen statt diesen 4-Speichen-Propeller-Rädern. Die haben so einen schrecklichen Aero-Öko-Touch und haben mir noch nie an irgendeinem Fahrzeug gefallen. Aber, just my 2 cents.

    Also, weil es entweder überlesen wurde oder vollkommen vergessen wurde in der künstlichen Aufregung, hier eine kleine Erinnerung: "Nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld"... niemand hat etwas aktiv kommuniziert und die Innenstadt zu plakatiert, zudem fährt aktuell in Peking die Produktion hoch und auch in Deutschland misst man den Erfolg nicht nach dem ersten Auslieferungsmonat, zumal u.a. die relevante 6-Sitzer-Variante und Einstiegsmodelle erst später kommen. Von daher, wait and see, 12.000 ist erstmal besser als nichts und es hat nicht mal eine China-Kooperations-Entwicklung und eine großbuchstabige Sub-Brand gebraucht.

    Nämlich? (Also außer XM?)

    Im Artikel werden neben dem XM (2.816 Einheiten, -22,4% H1 2026) der Z4 genannt (5.706 Einheiten H1 2026) und die 8er-Reihe sowie der i4 und der 2er Active Tourer. Soweit keine Überraschung, denke ich.

    Beim XM haben sie den Markt für ein sehr ungewöhnliches "M-Power-SUV" überschätzt, beim Z4 fehlt der Markt leider gänzlich (beim Preis eines Z4 rechnen sich niemals rd. 10-15k Einheiten p.a.) und der 8er-Reihe ergeht es wie der BR217 - auch da ist der Markt schmal, China war nie ein großer Coupé-Markt und Coupés, Cabriolets, Roadster sind generell seit Jahrzehnten rückläufig. Die zukünftige 8er-Reihe ist wohl einkassiert worden.
    Der i4 wird technisch vom i3 überholt und die gesamte Baureihe G26 (4er GranCoupé inkl. i4) hat sein Produktionsende in 02/27. Und schon Audi hat sich dazu entschieden A4 Limousine und A5 Sportback in einen A5 Limousinen-Sportback zusammen zu legen. Dass sich der 2er Active Tourer über kurz oder lang verabschieden wird ist auch abzusehen - auch dieses Segment ist tot, ein X1 bringt deutlich mehr Ergebnisbeitrag als ein 2er AT.

    Ein Aus für X4 und X6 sehe ich nicht, da der iX4 zum Absagen viel zu weit in der Entwicklung ist und einer Stückkostenreduktion beim iX3 hilft; der X6 wird sich aufgrund höherer Marge zum X5 dazu sicherlich auch rechnen.

    Blieben noch die tourings: Auch kein globales Produkt und auch ein rückläufiges Segment. Ich gehe davon aus, dass der i3 touring zeigen müssen wird wie sehr das Produkt Kombi vs. SUV von den Kunden noch gewollt ist. Und ich kann nur sagen, dass es von den Zahlen her eindeutiger ist als es manche leider glauben wollen, einen gewisser Knick lässt sich hier schon ablesen: BMW 3er Touring: Die Kombi-Stückzahlen von E30 bis F31 und von 820.000 5er Exemplaren der G30/38/31-Generation sind ca. 20-30% tourings laut Google, was sich wiederum in 165.000-250.000 umrechnen lässt, dass dann wiederum einen deutlichen Rückgang ggü. Vorgänger (F11) bedeuten würde: BMW 5er Touring: Stückzahlen der Generationen E34, E39, E61, F11 Bedeutet also wir reden von ca. 25.000 bis 35.000 tourings pro Jahr. Darauf hätte die Schwarz-Gruppe dann gerne 30+x%-Rabatt. Und die Sparmaßnahmen haben sich beim aktuellen 5er ja schon gezeigt, Stichwort 2-geteilte Klappe. Und, auch wenn es nur eine Randnotiz sein mag: Der nächste i5 hat bei BMW wohl bereits den Baureihen Code NC0 (ab 07/30) erhalten. Von einem NC1 wart bislang noch nichts gehört: Future BMW models information

    Es ist mitnichten so, dass niemand Kombis mag. Aber aufgrund der Stückzahlentwicklung sind sie immer schwieriger finanziell zu rechtfertigen. Vielleicht hilft ihnen die höhere Reichweite ggü. SUVs und die "China-Schwäche", sodass die relative Bedeutung der Kombis innerhalb einer Baureihe wieder zunimmt. Mich persönlich würde es freuen.

    Es mag ja viel über das MB-Portfolio gejammert werden, aber mit AMG GT und dem GT SUV bietet man technologisch führende Produkte an, die auch über das Angebot des EQS und EQS SUV hinaus gehen und die diese nicht abdecken (können). Mag sein, dass man sich mit den Modellen die Finger verbrennt, aber mit S 63/S 580 und GLE/GLS 63 bzw. 580 gibt es ausreichend Alternativen für die Verbrenner-Fraktion.

    Sweetspot im Sinne Preis-Leistungsverhältnis innerhalb der GT 4-Door Geschwister gehe ich mit - auch dass man im Alltag nicht mehr Leistung benötigt - also alles ganz ähnlich wie beim Taycan Einstiegsmodell (das hier ja auch eindeutig den geringsten Preisverfall hat).

    Aber es gibt zwei entscheidende Unterschiede zum Taycan:

    1. der Taycan ist schon da, man kann sich den (nach einem Neuigkeitseffekt nur noch überschaubaren) Markt nur noch teilen

    2. der 4 Door hat dazu in diesem überschaubaren Markt auch noch gleich zwei Coupe-Limo Konkurrenten im eigenen Haus: den EQS, bei dessen Facelift ich ähnliche technische Details wie beim GT53 erwarte (für die die etwas effizientes und eher "Gediegeneres" suchen), sowie den kleinen AMG Bruder CLA, der für deutlich weniger Geld die Motoren der "V8" Brüder vorweisen kann (für die AMG Krawallfraktion)

    Ich meine, der Aufpreis von GT53 auf den GT63 - also im wesentlichen für die AMG Axialflussmotoren - ist so hoch wie der gesamte CLA45... das gibt der BEV Markt nicht her.

    Niemand, aber absolut Niemand der sich für einen großen GT entscheidet, wird sich persönlich in einem CLA sehen. Dass ist dasselbe Beispiel wie mit dem C63, wenn es auch ein E63 oder ein S63 sein könnte. Der GLS-Kunde kauft doch auch nicht einen GLE, weil es "dasselbe Auto in günstiger" ist!? Aber gut, diese Argumentation habe ich nun wirklich zu genüge strapaziert. Die einzigen Autos, die überhaupt jemand bräuchte sind vermutlich ein Caddy oder Duster.

    Zudem stellt sich die Frage, ob der Markt für die Fahrzeuge nicht doch wachsen kann und zweitens ob der "bodenlose" Wertverfall bei zunehmender Verbreitung von E-Fahrzeugen nicht auch einen gewissen Bodensatz bekommt, wenn festgestellt wird ein Auto ist nicht nach 3 Jahren vollkommen am Rande seiner Leistungsfähigkeit. Bisherige Tests beweisen quer durch die Bank sogar eher das Gegenteil.

    Diese Wette nicht einzugehen wäre meiner Meinung nach der größere Fehler, dann steht man in x-Jahren da und hat weder Know-How erlangt noch seine Fähigkeiten gezeigt, während man sich permanent anhören muss, was für tolle Nordschleifen-Bezwinger China inzwischen im Performance-Segment entwickelt. Nur mit dem V8 alleine wird auch AMG nicht überleben.

    Aber es sind eben gar keine Verbrenner... Die Käufer die einen alten GT63 4 Türer statt eines CLA45 gekauft haben, kaufen kein Elektro.

    Und die (weltweit nicht wenigen) Kunden die bisher ein M3P oder einen Plaid gekauft haben, werden eher über den 613 Dauerleistungs CLA als über den 367PS GT nachdenken.

    Und unabhängig davon hatte ein bisheriger GT53 nicht deutlich weniger Leistung (und die konzeptionell einfacherer Antriebstechnik) als ein alter CLA45.

    Naja, es gibt in Summe auch mindestens 150.000 Leute, die sich mal für einen Taycan entschieden haben und irgendwas zwischen 750.000 und 800.000 Tesla Model S Käufer und dann kommen da noch ein paar Lucids hinzu. Es ist mit Sicherheit nicht das brutalste Wachstumssegment, aber ich habe keine Lust schon wieder über ein Henne-Ei-Thema zu diskutieren. Und wer sagt, dass sich nicht auch GT63 Kunde auch für einen neuen GT 63 interessieren könnte? Weil man diesen Kunden permanent unterstellt sie hätten etwas zu viel am Super Plus geschnüffelt und könnten nur in V8 denken und der einzig und alleinige Kaufgrund ist ganz eindimensional immer nur der V8 gewesen? Ich bin persönlich auch oft und gerne V8 gefahren, aber ich sitze jetzt doch nicht jedes Mal jammernd und heulend an der Ampel, weil es unter der Haube nicht mehr bollert und hinten sprotzelt und knallt!? Ich freue mich viel eher über die nahtlose Beschleunigung, die geballte Leistung und ja, auch die Ruhe. Und warum soll das nicht auch ein AMG-Kleid tragen dürfen? Gibt ja auch Kunden, die wollen einen A180 mit AMG-Line. Der fährt dadurch aber auch nicht schneller?
    Die Idee, den AMG-Kunden so eindimensional zu sehen halte ich für schwierig und wird den Kunden auch überhaupt nicht gerecht, sonst könnte man die alle mit 1-2 Modellen bedienen. Der Kunde eines 53ers oder 35ers kauft den ja nicht unbedingt deswegen, weil es budgetär nicht für 63 oder 45 gereicht hat?

    Und Dauerleistung ist zwar wichtig und richtig, aber die Dauerleistung wird doch selbst bei einem Verbrennern nicht andauernd abgerufen und am Begrenzer gefahren!?

    "dauerhaft stehen 367 PS zur Verfügung" - süß, sagt der CLA45 Kunde...

    PS: welche Dauerleistung hat eigentlich der 63?

    Wenn's stimmt, wie ich gerade geschaut habe, soll der GT63 721 PS Dauerleistung haben, der CLA45 612 PS. Die BEV-Welt ist eine andere. Das, was über die Beschleunigungsleistungen des CLA45 hinausgeht, ist im öffentlichen Straßenverkehr wohl ohnehin problematisch. Durch (bloß) noch mehr Leistung werden sich Kaufanreize womöglich nicht mehr in auskömmlicher Weise setzen lassen.

    Wozu das alles? Es geht um Emotionen.

    Der CLA ist doch ein vollkommen anderes Fahrzeug als der GT? Das ist ja ein und dieselbe Frage, die man bis zum Erbrechen auch schon bei Verbrennern geführt hat: Wozu brauche ich einen C63, wenn ich einen E63, wenn ich einen S63 habe, die alle von V8 befeuert waren!?

    Ganz grundsätzlich verstehe ich das Geheule nicht? Hat man sich auch so sehr über den Verbrenner GT43 oder GT53 echauffiert? Es wird doch nun jede Vorliebe bedient: Wer maximale Leistung haben möchte kann zum GT63 greifen, wer eher etwas flottes für die Langstrecke sucht, der nimmt den GT53. Mit dem 53er GT komme ich nach WLTP über 130km weiter als mit dem CLA 45 und kann zudem auch mit max. 600kW laden statt nur 330kW. Wo ist also das Problem? :thinking_face:

    Ich bin bislang 3 Mercedes Benz BEVs gefahren und genau genommen waren sie sehr ähnlich (EQC400,EQE500,GLC400) vom Fahrgefühl und Fahrspass, wobei der neue GLC400 am perfektesten fuhr.

    Das ist nun wirklich eine Evolution in mehr oder weniger ein und demselben Segment, dass es da nicht "so viel" Unterschied gibt, ist wie GLK220 Bluetec und GLC220d und GLC220d zu fahren, um festzustellen, dass das neueste Modell am geschliffensten fährt.