Beiträge von Phil

    Beim Innenraum darf sich die Mercedes Benz Manufaktur gerne eine Scheibe abschneiden, genau so muss das aussehen, Leder bis in den hintersten Winkel

    Für mich ergibt es keinen rechten Sinn, viel Geld in eine Manufaktur-Ausstattung zu investieren, wenn daneben immer noch reichlich schwarz glänzende Plastikware zu sehen ist. Im blog hatte ich das vor einiger Zeit blumig wie folgt beschrieben:

    Mercedes bietet einen mit reichlich Porzellan und Tafelsilber gedeckten Tisch an, aber die Tischdecke fehlt; man sieht die billige Tischplatte aus Resopal. Derjenige, dem das gefällt oder gleichgültig ist, kann gerne kaufen. Ich gehöre nicht dazu.

    Leder in jedem Winkel brauche ich gar nicht. Es wäre bereits 222-Niveau schön. Aber mit Manufaktur auf einem Plastikfundament aufzubauen, wäre jedenfalls für meine Kaufentscheidung völlig absurd.

    Swissbob

    Hatte bei Deinem Video schon Sorge ob der 700 PS und Heckantrieb, weil die Straße noch ordentlich feucht war.

    Ja, der Motor ist sehr leise. Gleich zu Beginn ist mir vor dem Einsteigen des Fahrers aufgefallen, dass das Schiebedach entweder nicht vollständig geschlossen ist oder nicht zuverlässig schließt; dann wären die Fahrgeräusche im Video noch niedriger. Aber auch so überraschen die Geräusche insgesamt. Der 124 hatte für damalige Verhältnisse einen guten cW-Wert (ein 300E hatte dieselbe Endgeschwindigkeit wie ein 500SE), aber verglichen mit heute ist das nichts.

    Gibt es hier im Forum noch andere die sich für ein Cabrio als PHEV interessieren / interessiert hätten ?

    Für Cabrios interessiere ich mich immer. Beim CLE kommt hinzu, dass das Coupé eine B-Säule hat, die beim Cabrio freilich entfällt. Ob Mercedes beim Cabrio ebenfalls ein PHEV anbietet, ist spekulativ, obwohl das Gepäckraumvolumen gegenüber dem Coupé beim Nonhybrid nur um 35 l weniger angegeben wird.

    Snoubort

    Apropos G65, da habe ich noch eine Anekdote:

    Mein Verkäufer erzählte mir, dass eine ganz zierliche junge Frau, eine Britin, seinerzeit in der Niederlassung aufschlug und sich für einen G65 interessierte. Niemand soll die zierliche Person - und dazu so jung - als Kundin ernst genommen haben, bis mein Verkäufer auf sie aufmerksam geworden sei. Sie bestellte schließlich bei ihm einen G65 und wählte eine komplette Belederung des Innenraums, die nicht viel unter 50.000 € gelegen haben soll. Sie hat nicht nur bestellt, sondern auch abgenommen und bezahlt.

    Jorge22

    Wir können beide nur spekulieren. Auf der Straße kann ein GLE63 alles besser. Darum kann es folglich nicht gehen. Es ist wohl die Story des G63, dass er denn könnte (vielleicht mit anderen Rädern bzw. Reifen), wenn man nur wollte. Mit dem Vorgänger war es allein mit der Lenkung so eine Sache...

    Gegenüber den Exoten vermittelt der G63 vielleicht auch eine gewisse Erdung. Obwohl ich in München täglich maximal 45 Minuten am Straßenverkehr teilnehme, sehe ich jeweils wenigstens zwei oder drei G63, die nicht stets dieselben sind, selten G500, Diesel praktisch gar nicht. In München ist das "normal".

    warum wird ausgerechnet ein eigentlich uriger Geländewagen zum Tuningobjekt

    Ich weiß es beim besten Willen nicht :/. Anfang der 90er war der 500GE als Sondermodell mit - ich glaube - 238 PS das höchste der Gefühle. Der G als Lifestyle-Objekt hat sich irgendwie schleichend ergeben.

    Ich finde ihn toll, womöglich ist es ein gewisses Spiel mit einem leicht obszönen Hedonismus. Denn wie kann es kommen, dass der G, vor allem aber der G63, gar die Herzen von Hofladenbesuchern erreicht? ;)

    Ein Urus, ein Bentayga, ein Cullinan usw. kann das nicht.

    Übrigens: ein Mansory - egal was für einer - geht für mich gar nicht. Die Anbauteile des "Widestar" machen den G auch nicht schöner.

    Jeder Jeck ist anders…aber warum man einen klassischen Geländewagen mit Leiterrahmen, Starrachse hinten, Low Range und 3 Diffsperren kauft um ihn dann so umzubauen, dass er kaum noch schadlos über einen Randstein kommt…das würde mich echt mal interessieren.
    Die Werks-G-Klassen könnten ja immerhin offroad auch wenn es kaum jmd macht…aber diese Brabus-Kartons…

    Man kann volkswirtschaftlich für jeden einzelnen dankbar sein, der sich einen Brabus anschafft. Mir selbst gefallen die Produkte rein äußerlich weniger, und für meine bevorzugte Art der Fortbewegung bringt eine weitere Leistungssteigerung nichts. Ich teile die Auffassung Snouborts, dass eigentlich schon ein G63 absurd ist, eigentlich gehört in den G ein Diesel. Aber aus dieser Absurdität bezieht der G63 einen beträchtlichen Teil seiner Faszination.

    Die Faszination einer solch souveränen, eigentlich entkoppelten Art der Fortbewegung durften wir 2015 auf der Fahrt zur F1 nach Monza (Splügen) und zurück (Gotthard) erleben.

    Nur beim 540K war wohl weiß zu wenig interessant und man entschied sich für Rot...

    Freilich hat er nur die Neuwagen in weiß uni von der Quelle bezogen und hat seine Mannen diese mit Metallicpartikeln überziehen lassen. Einen 540K ohne Not lackieren zu lassen - und dann noch mit einem nicht zeitgenössischen Lack, müsste zumindest mit Stockhieben geahndet werden. ;)

    Lässig fand ich, dass der Inhaber mit seinem Schätzchen ganz alltäglich unterwegs zu sein scheint.

    Das ist/wäre meine Sache auch.

    Ein Kollege hat sich einen gepflegten Benz 190 Benziner Heckflosse aus seinem Geburtsjahr gekauft und nimmt ihn als fast daily driver. Solche Überlegungen hatte ich auch schon, aber in einem 190 SL etwa kann ich aufgrund der langen Beine nicht einmal Platz nehmen. Ein Austauschmotor - für Sammler wohl ein no go - wäre mir fast völlig egal, weil ich das Fahrzeug nachrangig als Invest, sondern als Spaß an der Freude sähe.

    Schließlich zeichnet sich das Ende der Zeit, in der ich im Schnitt noch 35.000 km p.a. fahre (und zu 99% genieße), auch langsam ab.