Beiträge von MBRD_Ingenieur

    Ich frage mich immer, was solche Funktionen bewirken sollen? Ein Diebstahlschutz mit dem man noch in die nächste Werkstatt (der Diebesbande zum Ausschlachten) fahren kann, aber dem Eigner nur Verdruss bereitet? Wer gibt so eine dumme Funktion frei? Ich bin sicher, diese gibt es nicht nur im G580 sondern wahrscheinlich in allen Fahrzeugen mit Guard 360. Ach ja, der Alarm war nicht an und die App hat auch nichts gemeldet!

    Die Diebstahlschutzfunktion schützt nicht das Auto als ganzes vor Diebstahl, sondern die Head Unit/Command/Radio, je nachdem was da verbaut ist. Sobald das System ohne vorherige Autorisierung von der Bordnetzspannung getrennt wird (was der Fall ist, wenn jemand die Einheit stehlen will) geht die Diebstahlsicherung an. Damit ist die Einheit gesperrt, und kann nur von einer autorisierten Werkstatt wieder entsperrt werden. Damit soll sie den Diebstahl und anschließenden Weiterverkauf verhindern.

    Die Funktion kann aber auch fälschlicherweise aktiviert werden, wenn die Bornetzspannung zu niedrig wird, die Batterie getrennt wird oder es sonst zu einer Unterbrechung der Spannungsversorgung kommt.

    Eine Anmerkung, das Auto ist musikalisch, beim aufschliessen ertönt bereits eine Marsianische Musik , beim starten wechselt der Soundtrack auf Südmarsianisch, und wenn Ihn abschalte kommt ebenfalls intergalaktische Musik, die läuft so lang ( auch von aussen gut hörbar) bis ich das Auto verriegele.

    Kann man den Quatsch auch irgendwie abschalten, es hat mich echt genervt.

    Marsianische Musik kenne ich bisher nicht. Aber prinzipiell kann man alle öffnungs/schließ/begrüßungs Geräusche deaktivieren.

    Der GLB EQ hatte die "kleinen" 18-Zoll-Standardräder mit Sommerreifen. Beim Luftdruck habe ich nicht geschaut, was da die Vorgabe ist. Alle vier Reifen waren aber unterschiedlich, zwischen 2,65 und 2,85 bar, wenn ich mich recht erinnere.

    Der GLB EQ hat nominell 2,7 bar an der VA und 2,5 bar an der HA Kaltfülldruck, das passt also im Warmzustand in etwa.

    Grundsätzlich empfand ich das Fahrwerk als angenehm, auch auf der Rückbank. Der CLA EQ (dort saß ich allerdings nicht hinten) sprach für mich noch etwas feinfühliger an und war damit vom Fahrgefühl deutlich über dem 206 (mit Luftfederung hinten). Ruhig war das Fahrwerk bei beiden EQs, beim GLB vielleicht sogar eine Spur härter (wobei nicht wirklich hart), was mich etwas gewundert hat. Dafür wippt und neigt sich nichts, fährt sich gefühlt wie eine hohe Limousine. Insgesamt bügelt das Fahrwerk schlechte Straßen aber sehr gut weg.

    Das passt ins Bild, der GLB ist mit dem passiven Fahrwerk etwas härter als der CLA um die Aufbaubewegungen mit dem höheren Schwerpunkt nicht zu groß werden zu lassen. Das spürt man dann bei kleineren Anregungen aus der Straße etwas mehr im Sitz. Der Verstelldämpfer löst den Zielkonflikt dann nochmal deutlich besser auf.

    Ein Freund und Kollege hat nach zwei E53 T Dienstwägen nun einen E450d T und ist grundsätzlich sehr zufrieden. Bloß ist ihm trotz AMG-Paket die Federung für seine Fahrweise zu weich. :smiling_face:

    Das AMG Paket ändert ja beim 214 auch nix am Fahrwerk, das ist das normale Agility Control 🙂 Wer es sportlicher will, kann die Luftfeder nehmen und in "S" fahren. Oder halt direkt den AMG, aber das ist dann wieder ne andere Nummer.

    Ich würde gerne wissen/erfahren, wie man das löst, wenn man z. B. auf der Autobahn fährt, die Lenkübersetzung relativ smooth ist, und man ausweichen muss. Stellt dann das System blitzschnell auf ausweichen um und die Übersetzung ändert sich? Ist das dann als Fahrer vorhersehbar?
    Bei so ein paar Situation stelle ich mir das schwierig vor zu programmieren. Aber ich bin mir sicher, dass man sich schnell dran gewöhnt.

    "Smooth" heißt in dem Fall ja indirekt, und genau das will man bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn haben. Kleine Lenkradwinkel erzeugen kleine Lenkwinkel am Rad, so wie das heute auch ist. Alle Lenkungen sind um die 0° am indirektesten, sonst wäre das Auto bei hohen Geschwindigkeiten extrem nervös und kaum zu kontrollieren. Erst bei größeren Lenkradwinkeln wird die Übersetzung deutlich direkter, wichtig für die Agilität im Stadtverkehr und beim Rangieren. Da hat man dann die großem Lenkradwinkel von 90° und mehr, wo man bei aktuellen Lenkungen ggf. auch umgreift.

    Und zu guter Letzt die Verzögerung zum Rad. Gerade da brilliert der "Cybertruck" von Tesla ja nicht gerade. Ich gehe von aus, dass Mercedes anders (...) entwickelt, aber die Verzögerung ist ja vielleicht auch ein wenig systembedingt?

    Da ist keine Latenz spürbar, das fährt sich genau so unmittelbar wie man es gewohnt ist.

    (Natürlich muss man noch wissen, wie die Ausfallsicherheit gewährleistet ist.)

    Es gibt eine redundante Systemarchitektur, jedes Signal hat immer zwei verfügbare Pfade und die Aktuatoren sind doppelt vorhanden. Selbst bei einem extrem unwahrscheinlichen Komplettausfall, bleibt das Fahrzeug über die Hinterachslenkung und ESP Eingriffe notlenkbar bis zum Stillstand.

    Sorry, aber für mich muss ein LenkRAD rund sein. Der Bezeichnung "Rad" sagt es doch schon

    Außerdem Stelle ich mir das Lenkgefühl bei "Steer-by-wire" Recht synthetisch vor weil die direkte Verbindung zwischen Lenkrad und Räder/Straße fehlt.

    Das Rad wird überflüssig, weil man in keiner Situation mehr umgreifen muss. Die Lenkübersetzung ändert sich je nach Fahrsituation massiv, so dass alle Lenkvorgänge mit relativ kleinen Lenkradwinkeln gefahren werden können. Wer das mal gefahren ist, will schnell nicht mehr in die alte Welt zurück.

    Zum zweiten Punkt: es ist ein Irrglaube, dass bei den aktuellen EPS Lenkungen eine direkte ungefilterte Verbindung zwischen Lenkrad und Straße besteht. Da steckt genau wie bei SbW ein Aktuator und ein Softwareregler dazwischen.

    Wenn man die elektrischen GLB und GLC vergleicht, drängt sich mir die Frage auf:

    - Wo sind primär die technischen Unterschiede

    [...]


    Weiß jemand etwas, wie diese Fahrzeuge gegeneinander positioniert sind bezüglich Vorteilen/Nachteilen, Zielgruppe, etc.?

    Wie Swissbob richtig geschrieben hat, der Hauptunterschied ist die Fahrzeugplattform die zu Grunde liegt. Der GLB ist ein MMA, der GLC ein MB.EA-M.

    Das bedeutet andere Motoren, andere Batterien, andere Achskonzepte, mehr Fahrwerkstechnologie, etc. Ein paar Beispiele:

    • max. Leistung/Moment GLB 260kW/515NM GLC 360kW/800Nm
    • max. Batteriekapazität GLB 85,5 kWh GLC 94,4 kWh
    • Fahrwerks SA GLB Stahlfeder mit Verstelldämpfung, GLC Luftfeder mit Verstelldämpfung und Hinterachslenkung
    • Achskonzept GLB McPherson Vorderachse, GLC Doppelquerlenker
    • GLC hat eine Disconnectunit an der VA beim 4MATIC

    Abgesehen von der Plattformtechnologie ist der GLC grundlegend höherklassig positioniert. Wertigerer Innenraum, 4D Burmester System, Hyperscreen, höhere Anhängelast, ...

    Einfach mal in beide reinsetzen oder ein paar Runden drehen, dann wird der Unterschied sehr schnell deutlich.

    Apropos Elektro-E. Julian bringt erneut die Behauptung auf, dass er kurzfristig von MB.EA-L auf MB.EA-M geswitcht wurde. Glaube MBRD_Ingenieur hat das schonmal als Quatsch dementiert, gelle?!

    Da verweise ich mal auf meinen Beitrag vom letzten Jahr

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    Ansonsten hatte ich an anderer Stelle auch schonmal ausgeführt, dass "kurzfristige" Änderungen dieser Art (Wechsel der Plattform auf der Entwickelt wird) völlig unmöglich sind. Da stecken Jahre an Entwicklungsarbeit drin, da kann man nicht mal schnell einfach die Basis wechseln.


    Die Presseberichte zum neuen GLC kommen auch im März, kurioserweise erst nachdem die Autos in den Kundenhand sind.

    Heute um 16 Uhr ist das Presseembargo gefallen. Es gibt inzwischen einen Haufen Berichte von der Pressefahrvorstellung in Portugal.

    https://www.autobild.de/marken-modelle…lc-klasse/#test

    https://www.auto-motor-und-sport.de/fahrbericht/an…im-elektro-glc/

    https://www.autozeitung.de/mercedes-glc-f…deo-300489.html

    https://www.elektroauto-news.net/news/mercedes-…ahrtest-komfort

    https://www.caranddriver.com/reviews/a70790…lc400-ev-drive/

    etc.

    Soweit ich das überblicke, kommt das Fahrverhalten durchweg gut weg :sign_of_the_horns::partying_face:

    Ich hatte am Freitag am Rande des Schwarzwalds eine wirklich seltene Begegnung. Mir kam ein W198 Gullwing entgegen, natürlich in tadellosem Zustand. Interessant war die Lackierung, ein metallic Hellblau. Wirkte eher kühl, passt aber super zum Fahrzeug. Am Steuer erwartungsgemäß ein Mann im fortgeschrittenem Alter. Markus Breitschwerdt war es nicht, vielleicht also tatsächlich der Privateigentümer :smiling_face:

    Allerdings ist nicht vorgeschrieben dass die Taste im Sichtfeld des Fahrers sein muss. Im Model Y befindet sie sich übrigens hinter dem Innenspiegel an der Decke.

    Es ist sogar eine Touchtaste wenn ich das im Handbuch richtig interpretiere.

    https://www.tesla.com/ownersmanual/m…E3779CF222.html


    Viel Spass beim suchen.

    Das stimmt, darüber sagt die Verordnung nichts:

    § 53a StVZO Absatz 4:

    (4) Fahrzeuge (ausgenommen Kraftfahrzeuge nach § 30a Abs. 3 mit Ausnahme von dreirädrigen Kraftfahrzeugen), die mit Fahrtrichtungsanzeigern ausgerüstet sein müssen, müssen zusätzlich eine Warnblinkanlage haben. Sie muß wie folgt beschaffen sein:

    1.) Für die Schaltung muß im Kraftfahrzeug ein besonderer Schalter vorhanden sein.

    2.) Nach dem Einschalten müssen alle am Fahrzeug oder Zug vorhandenen Blinkleuchten gleichzeitig mit einer Frequenz von 1,5 Hz ± 0,5 Hz (90 Impulse ± 30 Impulse in der Minute) gelbes Blinklicht abstrahlen.

    3.) Dem Fahrzeugführer muß durch eine auffällige Kontrolleuchte nach § 39a angezeigt werden, daß das Warnblinklicht eingeschaltet ist.

    Was ein "besonderer Schalter" ist werden die Juristen wissen. Klar ist, es darf keine Funktion im Touchdisplay sein. Im Tesla ist es anscheinend ein kapazitiver Sensor, das scheint erlaubt zu sein.

    Und ein Herzenswunsch von mir wird erfüllt: es gibt vorne in der Mittelkonsole eine Leiste mit den wichtigsten richtigen Knöpfen und Reglern inklusive Warnblinker und Lautstärke. Bitte, bitte, bitte in möglichst allen Fahrzeugen genau so machen!

    Der Warnblinker ist immer ein richtiger Knopf, das schreibt die StVO vor. Kein eigenständiger Schalter, keine Zulassung. An der Regel kommt nicht mal Tesla vorbei 😃

    Die Frage, die man sich nicht gestellt hat lautet: Wer oder was ist die Zielgruppe? Das wären m. E. alle Anwendungsbereiche für ein Taxi oder einen privaten Chauffeur. In dem Fall müsste das Fahrzeug alles von A nach B vollständig allein können. M. E. Ist das noch immer science fiction. Alleinfahren auf der Autobahn? Spielerei! Unsere Autobahnabschnitte sind viel zu kurz dafür um einen kostenpflichtigen Mehrwert zu produzieren. Solange ich nicht hinten rechts sitzen darf würde ich dafür kein Geld ausgeben. Vorn links dürfte ich bei aktueller Rechtslage noch nicht mal mein Handy anfassen.

    Der letzte Satz stimmt so pauschal nicht, da kommt es auf das SAE Level an. Bei Level 3 wie dem Drive Pilot in S und EQS darfst du völlig legal ins Handy schauen oder Filme auf dem Zentraldisplay kucken. Nur Schlafen ist noch nicht erlaubt, da du nach Aufforderung innerhalb von 10 Sekunden das Steuer wieder übernehmen musst.