Die wichtigsten Managementfehler von Ola Källenius bei Mercedes-Benz: Verfehlte Luxusstrategie: Källenius setzte radikal auf teure Oberklasse-Modelle (S-Klasse, Maybach) und vernachlässigte Einstiegsmodelle (A-/B-Klasse). Als die weltweite Nachfrage nach Luxus einbrach, sackten die Gewinne ab. Die A-Klasse musste hastig verlängert werden. Fehleinschätzung bei E-Autos: Das Dogma „Electric Only“ wurde zu starr durchgezogen. Zudem floppte das futuristische Design der elektrischen EQ-Reihe bei der traditionellen Kundschaft. Källenius musste die Submarke EQ einstampfen und das Design wieder klassischer gestalten. Abhängigkeit von China: Die gesamte Wachstumsstrategie wurde extrem auf den chinesischen Markt ausgerichtet. Dort verliert Mercedes jedoch massiv Marktanteile an die heimische, technologisch stark aufgestellte Konkurrenz. Lieferketten-Probleme durch Sparkurs: Ein zu rigider Sparkurs führte zu Engpässen bei Zulieferern (z. B. Batteriezellen). Wichtige neue Modelle konnten dadurch nicht rechtzeitig in großen Stückzahlen ausgeliefert werden. Fazit: Källenius musste in den letzten Jahren seine eigenen strategischen Kernentscheidungen korrigieren („Källenius korrigiert Källenius“), um auf die veränderte Marktrealität zu reagieren,,und die treuen MA sollen es ausbaden.