Erlkönig: E-Klasse von Mercedes-Benz behält klassischen Grill

  • Ganz schön verrückte Idee so ein 40 Jahre altes Auto weiterzubauen ;)

    #strongerthantime

    Noch so ein Irrglaube, dass die G-Klasse seit 40 Jahren das gleiche Auto wäre. Komplett neuer Rohbau, neue Motoren, neue Getriebe, neue Achse, komplett neues Interieur, geänderte Maße usw. Aber bloß nicht durch Fakten irritieren lassen. Wer Sehnsucht nach fabrikneuen Autos auf dem technischen Stand von vor 40 Jahren hat sollte sich vielleicht bei anderen Marken umschauen. Lada bietet sich da vielleicht an.

  • Noch so ein Irrglaube, dass die G-Klasse seit 40 Jahren das gleiche Auto wäre. Komplett neuer Rohbau, neue Motoren, neue Getriebe, neue Achse, komplett neues Interieur, geänderte Maße usw. Aber bloß nicht durch Fakten irritieren lassen. Wer Sehnsucht nach fabrikneuen Autos auf dem technischen Stand von vor 40 Jahren hat sollte sich vielleicht bei anderen Marken umschauen. Lada bietet sich da vielleicht an.

    Die G-Klasse ist idT leider mit dem ganzen AMG- und Luxuskram (für meinen Geschmack, nicht wirtschaftlich!) falsch abgebogen…


    Neu bedeutet in der Autowelt keineswegs per se besser, im Gegenteil.

    Hatte letztes Jahr paar Tage einen 124er als 320er zur Verfügung - und war wieder aufs neue begeistert, wie unglaublich durchdacht dieses Auto ist: man vermisst keine Einparkhilfen, weil wunderbar übersichtlich. Die Sitze haben zwar nicht 1000 Einstellmöglichkeiten, aber sie sind bequem, Kofferraum unglaublich gut zu beladen…

    Und obwohl auf Funktion nicht auf Design ausgerichtet, sieht er zeitloser als als fast jedes neue Auto.


    Dass Klassiker ganz behutsam modernisiert jahrzehntelang zu bauen ein Zeichen für Billgfahrzeuge ist wie du mit dem Lada andeutest? Nicht unbedingt, wie dieser wunderbare Klassiker beweist:

    Toyota Land Cruiser J7: Facelift und Sondermodell nach 37 Jahren - AUTO BILD
    Kaum ein Auto ist so legendär tough wie der Toyota Land Cruiser J7. In Australien wird er nach 37 Jahren noch immer verkauft – und jetzt überarbeitet!
    www.autobild.de

  • Also doch noch einmal von Adam und Eva...


    Zunächst sollten sich alle bei allen Kommentare zunächst in den Hinterkopf rufen: Die Automobile Welt und vor allem die Rahmenbedingungen ist heute eine völlig andere als vor 10 oder gar 20 oder 30 Jahren. Crashnormen, Flottengrenzwerte, Abgastechnik... und damit die Beantwortung der Frage, warum ein aktuelles Modell gar nicht mehr identisch zu einem von vor 10, 20 oder 30 Jahren sein kann. Und es darf getrost auch in einer Rechnung vor und nach COVID gerechnet werden, auch das hat die Nachfrage nochmals verändert und es wird sie nachhaltig verändert haben. Spätestens mit dem Zusatz des 24. Februar 2022.


    Stückzahlen:

    Die exorbitanten Stückzahlen damaliger Baureihen sind in weniger Konkurrenz und vor allem in wesentlich weniger Varianten begründet. Ja, der Markt ist gewachsen über die Jahrzehnte, aber die Anzahl der Varianten und Modelle je Unternehmen oder Konzern wesentlich stärker.

    Ein heutiger "124er"-Kunde kann sich zwischen Limousine, T-Modell, Coupé, Cabriolet, SUV und SUV-Coupé und 4-Türer-Coupé (plus EQE und EQE SUV) entscheiden. Und es siegt (leider) immer mehr die Flexibilität der Karosserieform über die reine Anmut. Sonst gäbe es keine SUVs oder gar SUV-Coupés oder 4-türige Coupés. Und ja, seit einigen Jahren kommt noch der Wettbewerb der Antriebsarten hinzu, wie es ihn zuvor nicht gegeben hat. Auch das kostet jeden "Klassiker" Stückzahlen.


    Komplexität:

    Und hier spielen gleich verflucht viele Unter-Themen eine Rolle. Beginnend bei der schieren Breite des Angebots (Basis, Avantgarde, Exklusive, AMG-Line, AMG-Entry, AMG-Performance) über die explosionsartig gewachsene Variantenvielfalt bei (Sonder-)Ausstattungen, insbesondere durch technische Bauteile (und damit der Grund für die langen Aufpreislisten). Gekoppelt mit dem zusätzlichen intensivierten Wettbewerb ist das eine Mischung, bei der man klar eine Reduktion betreiben muss, auch bei Materialkosten, wobei Materialkosten mitnichten "ich mache es einfach alles billiger und minderwertiger" heißen muss, sondern auch über Verblockungen (und damit erhöhte Mengen = niedrigere Preise) oder über Variantenreduktion erzielt werden kann und klar kostet ein MBUX oder eine HAL eine große Stange Geld und das Budget für eine C-Klasse ist nicht endlos und eine gesunde Marge erzielen zu können. Ob vor dem Hintergrund einer Luxusstrategie an der Materialanmutung gespart werden sollte, ist ein Kritikpunkt, den ich absolut gelten lasse. Daran haben sich in der Vergangenheit andere auch versucht und anschließend wieder eine Rolle rückwärts gemacht. Nur ist es mitnichten so, dass "Spar-Ola" mal 1 Jahr vor Marktstart im Alleingang sagt "so, und jetzt macht ihrs mir im Inneren noch schön billig", das ist da längst alles definiert und vor allem auch die Lieferanten, Werkzeuge etc. längst in Vorbereitung. Aber über den Irrglauben wie ein Großkonzern entscheidet möchte ich nicht diskutieren, das scheint bei einigen auf taube Ohren zu stoßen.


    Es geht mir im Gesamten auch überhaupt nicht darum, dass alles perfekt wäre. Das ist bei wohl keinem Hersteller perfekt. Auch bei den so oft gottgelobten Zuffenhausenern nicht, dazu kenne ich die leider zu gut. ;)


    Aber klar ist: Die neue Strategie muss Stück für Stück mit Inhalt immer wieder untermauert werden, damit sie Bestand und vor allem nachhaltig Erfolg haben kann. Und nach meinem Wissen haben wir dafür die passenden Produkte - die unter dieser Prämisse entwickelt werden - in der Pipeline. Und nein, die kommen natürlich nicht heute und morgen auf den Markt, da wird es - zwangsläufig - eine Form des Übergangs geben in Form von Modellpflegen, Tech-Updates, Änderungsjahren...

  • Weder Adam, noch Eva.


    Mein Stückzahlkommentar bezog sich ausschließlich auf vom Ingenieur aufgeführten Verkaufszahlen der C-Klasse - die aber eben nicht in D zu sehen sind, sondern gerade mal etwa 10% davon. Und dies habe ich zu den Zahlen vom 205er (was jetzt nicht unbedingt Jahrzehnte her ist), oder vom W124 in Deutschland gesetzt - die in China produzierten und verkauften C-Klassen bekomme ich hier halt nicht zu Gesicht.

  • Noch so ein Irrglaube, dass die G-Klasse seit 40 Jahren das gleiche Auto wäre. Komplett neuer Rohbau, neue Motoren, neue Getriebe, neue Achse, komplett neues Interieur, geänderte Maße usw. Aber bloß nicht durch Fakten irritieren lassen. Wer Sehnsucht nach fabrikneuen Autos auf dem technischen Stand von vor 40 Jahren hat sollte sich vielleicht bei anderen Marken umschauen. Lada bietet sich da vielleicht an.

    Vielen Dank für diesen atemberaubenden Hinweis

  • Nochmal zu Adam und Eva und Sichtbarkeit:


    Die C-Klasse war noch 2019 - dem 6. Produktionsjahr des W205! - das 3. meistverkaufte Auto in D, der W206 hat letztes Jahr die Top10 ziemlich deutlich verfehlt. Daran ist nichts komplex und nichts Jahrzehnte her (obwohl man dies bei den Preiserhöhungen so denken könnte ;)).

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